2017_02_23_Meniskus

Die Meniskus-Op – Ein Erfahrungsbericht

Auch Physiotherapeuten kann es treffen und das Knie des Therapeuten muss operiert werden.

7 Wochen dauerte es ab der Entscheidung bis zum OP-Termin. In dieser Zeit hatte ich einen Termin beim Orthopäden, einen MRT-Termin und das Vorgespräch beim operierenden Orthopäden.

Zu diesem Zeitpunkt war es nicht klar, ob nur Einrisse im Meniskus war oder mehr.

Nach gelungener OP, erklärte mir der Arzt, dass das gesamte Hinterhorn des Innenmeniskus abgerissen war und die OP sich somit auch gelohnt hätte.

Eine Nacht später verließ ich das Krankenhaus.

Nun war mir ja klar, dass zu der gelungenen OP, auch eine gute Nachbehandlung gehört.

Aus eigener Erfahrung kann ich nun sagen, dass es in den ersten 8-10 Tagen wirklich wichtig ist Ruhe zu bewahren. Dabei sollte man sich von den eigenen Schmerzen führen lassen. Zunächst das Knie durch Unterarmgehstützen entlasten, öfter am Tag das Bein hoch lagern und zwischendurch die Übungen ausführen.

  • Übung, um die volle Kniestreckung wieder zu erlangen, dabei ist die Anspannung des Oberschenkelmuskels, vor allem des medialen Teiles wichtig.
  • Das Bein in die Beugung bewegen. Am Besten geht das bis 90 Grad sitzend an der Tischkante, über 90 Grad in Rückenlage, das Bein ist angehoben und wird gehalten. Dann das Bein in die Beugung sinken lassen.
  • Fuß winken, um die Muskelpumpe anzuregen

Außerdem sollte man sich vom Arzt Lymphdrainage verschreiben lassen, denn diese beschleunigt den Krankheitsverlauf und durch die abschwellende Wirkung eine Schmerzreduktion.

In den ersten Tagen sollte man nicht mit Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen ) sparen, damit das Schmerzgedächnis ausgeschaltet wird und einer Entzündung entgegengewirkt wird.

Nach 8-10 Tagen das Training intensivieren. Neben den 3 Übungen nun das Bein moderat trainieren. Dabei ist der Schmerz immer leitend.

Wenn man die 90 Grad Kniebeugung erreicht hat, so oft wie möglich, gerne auch jeden Tag 10-15 min Fahrradergometer mit wenig bis keinem Widerstand fahren. Hierbei kommt es auf die lockere Bewegung an.

Kräftigungsübungen für Fuß-, Bein-, Po- und Rumpfmuskulatur helfen auch zu einer besseren Kniebeweglichkeit.

Hierzu ist man gut in der Physiotherapie Nienhausen aufgehoben.

Nadja Schulte, Physiotherapie Nienhausen

Bild:© Bilddatenbank LSB NRW – Fotografin: Andrea Bowinkelmann

2017_02_14_ErsteHilfeZeche

Nachbericht zur Ausbildung in Erster Hilfe am 11.02.2017

Alle Mitarbeiter des Essener Sportbundes sind verpflichtet, alle 2 Jahre die Erste-Hilfe Ausbildung aufzufrischen, um im Ernstfall sofort helfen zu können.

Dr. Anneliese Rauhut eröffnete die die Fortbildungsveranstaltung mit dem Satz:

„80.- 100.000 Menschen haben ein Herz-Kreislaufversagen im Jahr beim Sport.“

Der Sinn der alle 2 Jahre wiederholende Fortbildung besteht darin, dass jeder Mitarbeiter im Ernstfall einen Hilfsautomatismus entwickelt.

So sind diese 5 Punkte der Leitfaden jeder Ersten-Hilfe-Situation, egal im Sport, Haushalt oder im Straßenverkehr:

– Überblick verschaffen

– Mithelfer aktivieren

– Absichern und Retten

– Notruf 112

– Maßnahmen nach Notwendigkeit ergreifen

Beim Absetzen des Notrufes sollte man sich folgendermaßen verhalten:

  • Wo und was ist passiert?
  • Welche Verletzungen?
  • Und besonders wichtig ist auch das Warten auf Rückfragen.

Wer schon einmal einen Erste Hilfe Kurs besucht hat weiß, dass man an diesem Tag folgende praktische Übungen absolvieren muss:

  • Wiederbelebung
  • Stabile Seitenlage
  • Maßnahmen zur Blutstillung
  • Warmerhaltung
  • Weitere Maßnahmen nach Notwendigkeit

Besonders wichtig ist an so einem Fortbildungstag das Üben der Wiederbelebung. Zunächst muß die bewusstlose, nicht atmende Person auf einem harten Untergrund (Boden) liegen, damit die Herz-Lungenmassage überhaupt effektiv eingesetzt werden kann. Dann sollte man seine Hände auf dem Brustbein ansetzen und mit dem entsprechenden starken Druck im Rhythmus von 30 zu 2 Beatmungen im Wechsel durchführen. Die Eindrücktiefe bei Erwachsenen und Kindern beträgt 5 cm, bei Säuglingen 4 cm, damit das Herz überhaupt erreicht wird. Bei der Beatmung ist es entscheidend, dass der Kopf in eine Überstreckung gebracht wird, damit die Atemwege nicht durch die Zunge verlegt werden.

Wenn ein AED (Automatisierter Externer Defibrillator) griffbereit ist, kann dieser bei Kammerflimmern sehr hilfreich sein. Er ersetzt allerdings nicht die Herz-Lungenmassage!

Dieses technische Gerät ist bei Ankleben der Elektroden in der Lage eine Analyse des Herzrhythmus durchzuführen und empfiehlt dann einen Schock oder eben nicht.

Nach Einsatz dieses Gerätes, aber auch ohne AED muss bei den entsprechenden Verunglückten bis Eintreffen des Arztes die Wiederbelebungssmaßnahme gestartet oder weiter geführt werden.

 

Jeder Mensch ist verpflichtet Erste Hilfe, so gut wie er kann zu leisten und kann beim Nachweiß des Unterlassen rechtlich dafür belangt werden.

In diesem Sinne werden wir alle 2 Jahre unseren Erste Hilfe auffrischen und hoffen, dass wir nicht zu vielen Verunglückten begegnen.

Nadja Schulte, Physiotherapieteam Nienhausen

Bild: © Nadja Schulte

2017_01_17_Asterix

Therapiehund Asterix in der Physiotherapie

Hallo, ich bin Asterix

und seit Sommer 2015 tierischer Begleiter und Junior-Therapiehund der Physiotherapeutin Nadja Schulte.

Ich bin ein Havaneser und als Welpe besuchte ich schon die Physiotherapie, um mich an die Abläufe zu gewöhnen. So weiß ich genau, dass ich mich im Halb-Stunden-Takt über jeden neuen Patienten freuen kann. Als angehender Therapiehund musste ich lernen, dass die Patienten nicht angesprungen werden. Wenn meine Nähe nicht gewünscht ist, so muss ich mich auf Kommando in meine Transportbox zurückziehen. Wird es mir zu viel, ziehe ich mich in meine Box zurück. Dort ist meine Privatsphäre und das wissen auch die Patienten. Als ich den Grundgehorsam erlernt habe, warteten meine neuen Patienten nicht lange auf mich.

Cora ist eine Patientin von mir und meinem Frauchen. Sie ist 7 Jahre alt und hat das Down Syndrom. Sie kommt zur Physiotherapie und wird nach dem Bobath-Konzept behandelt. Mein Frauchen sagt, dass die Kombination aus Bobath und mir bewirken, dass sie alltagsgerechte Situationen üben kann. Cora hat z.B. Schwierigkeiten mit der Feinmotorik und kann beim Anlegen des Hundegeschirres und der Leine feinmotorische Bewegungen üben. Ich kenne die Grundkommandos (Sitz, Platz, Fuß und Bleib) und kann mit meinen paar erlernten Tricks Cora ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Coras Sprache ist nicht deutlich. Damit ich alle Kommandos verstehe, bemüht sich Cora sehr deutlich zu sprechen. Dies funktioniert meistens sehr gut. Da Cora schon lange zur Therapie kommt, wird ihre Motivation durch mich um ein vielfaches gesteigert. Die Mama von Cora erzählt oft, das Cora wieder sagte: „Wann kann ich wieder zur Nadja und zum Asterix?“

Ich gehe seit Welpenalter in die Hundeschule. Zunächst die Welpenschule und dann der Erziehungskurs. Nun hat die Ausbildung zum Therapiehund begonnen. Neben dem theoretischen Stunden für mein Frauchen (z.B. Hygiene, Prophylaxe vor Würmern, Zecken etc.) gibt es praktische Stunden. Hier haben wir schon einen Kindergarten besucht und mit der Hundetrainerin, den Hunden und den Kindergartenkindern das richtige Verhalten mit Hunden geübt. Mir hat es viel Spaß gemacht, denn es gab viele Leckerchen.

Beste Grüße aus der Physiotherapie von Asterix und

Nadja Schulte, Bobath- und Manualtherapeutin

Foto: © Nadja Schulte

Robin bereichert wieder die Physiotherapie

Robin Wolf absolviert seit dem 22.08.2016 für 8 Wochen ein weiteres Berufspraktikum in der Physiotherapie Nienhausen.

Neben seinem Einsatz im orthopädischen Bereich geht es diesmal schwerpunktmäßig um die Kinder. Die Physiotherapeutin Nadja Schulte, Bobaththerapeutin für Kinder begleitet Robin bei den Säuglingen, Klein- und Schulkindern.

„Auch als Kindertherapeut ist Robin gut geeignet“, lobt Nadja Schulte. „Die Kinder fliegen auf ihn und die Säuglinge lassen Robin nicht aus den Augen. Dies ist eine super Voraussetzung mit Kindern zu arbeiten. Gleichzeitig gestaltet er mit Nadja Schulte die Behandlungen mit Singen von kindgerechten Liedern, um den rhythmisch-tonischen Dialog beim Trainieren zu halten. Das Singen erleichtert den Kindern die Behandlung, nimmt die Angst vor Berührung, motiviert und lockert die Atmosphäre auf.

Im Rahmen des jetzigen Praktikumseinsatz hat Robin für unsere erwachsenen Patienten den Auftrag erhalten eigenständig Flyer mit Eigenübungsprogrammen zu erstellen und zu fotografieren. Diese Übungen werden nun an unsere Patienten weiter gegeben oder können sich als Download von unserer Seite heruntergeladen werden.

Da Robin das zweite Mal für längere Zeit bei uns in der Physiotherapie Nienhausen ist, verlangen auch schon manche Patienten ausschließlich nur von ihm behandelt zu werden. Robin erhält soweit wie nötig natürlich Unterstützung von dem bestehenden Therapeutenteam. Ein größeres Lob kann es für unseren Physiotherapeutenschüler nicht geben…

SGZ Nienhausen